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Wilde Bienenschwärme :
Durch die unablässige Legetätigkeit der Königin wird es dem Bienenvolk schnell zu eng in seinem Stock und es gründet mit einer neuen Königin einen neuen Staat. Oder auch eine ältere Bienenkönigin kann befürchten, von einer jüngeren getötet zu werden und verlässt mit einem Teil ihres Hofstaates den Stock.
Das nennt man das Ausschwärmen
. Die Bienen schicken Kundschafterinnen aus, die einen geeigneten Ort für die Neugründung suchen, sei es ein Mauer- oder Felsvorsprung, ein Dach, ein hohler Baumstumpf. Sie bilden zunächst an einem provisorischen Ort (Zweig) um ihre Königin herum eine laut brummende, dichte Traube. Haben die Kundschafterinnen einen geeigneteren Ort gefunden, lassen sie sich dort nieder und beginnen Waben zu bauen. Man findet überall im Freien wilde Bienenvölker.
Der Mensch hat übrigens lange Zeit Honig und Wachs dieser wilden Stöcke geerntet, doch wurde bei dieser zufallsabhängigen und schwierige Ernte immer der Bienenstock zerstört. Deshalb ging der Mensch dazu über, Bienenschwärme einzufangen, sie an einen geschützten, von ihm bereitgestellten Ort zu bringen, wo er dann leicht den Honig ernten konnte.
So ist die Imkerei, die Bienenzucht, entstanden.
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Erste Formen der Bienenzucht :
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Erste Anzeichen von Bienenzucht gehen auf das Altertum zurück. Chinesen, Griechen, Römer und Ägypter arbeiteten schon mit Bienenstöcken aus Stroh und Ton. Bevor man Zuckerrohr und Zuckerrüben in Europa kannte, war
Honig
das einzige Süßmittel und
Wachs
brauchte man zum Beleuchten. So entwickelte sich die Imkerei sehr schnell. Schon unter Karl dem Großen gab es Vorschriften für die Imkerei. Die Bienenzüchter haben gelernt, die Biene zu domestizieren, Schwärme einzufangen und sie in geeigneten Beuten unterzubringen: Tongefäße, hohle Baumstämme, Behältnisse aus Kork, Stroh- und Weidenkörbe in den verschiedensten Formen.
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Diese Beuten hatte fest eingebaute Waben und ergaben nur eine kleine Ernte, doch konnte man mehrere Beuten an den unterschiedlichsten Orten aufstellen. Der Nachteil war allerdings wie bei den wilden Schwärmen auch, dass man zur Honigernte den gesamten Stock zerstörte.
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Dies lässt sich nur durch eine Ständerbeute mit
Hochwaben
vermeiden, das heißt, über dem Stock befindet sich ein
Abteil mit beweglichen Rähmchen
, in welche die Bienen ihre Waben bauen und den Honig einlagern, sobald das untere Abteil voll ist.
Der Imker erntet nur das obere Abteil, der Honigraum, ab, die Brut und der Vorrat des Bienenvolks bleibt unberührt im unteren Abteil, der Brutraum.
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Es war François Huber, der Vorläufer der modernen Imkerei, der die Beute mit
mobilen Rähmchen
erfand. Die Bienen bauen nun ihre Waben in einen Rahmen aus Holz, der aus der Beute herausgezogen werden kann, um die Überwachung des Stocks und der Honigernte zu erleichtern.
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Später begann man, diese Rahmen vor dem Einsetzen in die Beute mit Mittelwänden aus gewaffeltem Wachs auszukleiden. So haben die Bienen weniger Vorarbeit beim Wabenbau zu leisten und mehr Zeit zum Honigsammeln. Diese Art der Beuten wird auch heute noch eingesetzt. Die weiteste Verbreitung haben die Modelle des Amerikaners
Langstroth
und des Franzosen
Dadant
gefunden: viereckige Kästen aus Holz mit flachem Dach, auf die man einen oder mehrere Honigräume aufsetzen kann.
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Später begann man, diese Rahmen vor dem Einsetzen in die Beute mit Mittelwänden aus gewaffeltem Wachs auszukleiden. So haben die Bienen weniger Vorarbeit beim Wabenbau zu leisten und mehr Zeit zum Honigsammeln. Diese Art der Beuten wird auch heute noch eingesetzt. Die weiteste Verbreitung haben die Modelle des Amerikaners Langstroth und des Franzosen Dadant gefunden: viereckige Kästen aus Holz mit flachem Dach, auf die man einen oder mehrere Honigräume aufsetzen kann. Man unterscheidet heute drei Kategorien Imker: Hobby-Imker, die aus Liebhaberei zwei oder drei Bienenstöcke pflegen, Nebenerwerbsimker und hauptberufliche Erwerbsimker. Alle drei Kategorien zusammen genommen pflegen in Frankreich etwa
2 Millionen Bienenstöcke.
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Die Honigernte :
Zum Ernten des Honigs nimmt man die aufgesetzten
Honigräume
ab, nachdem man die Bewohnerinnen mit Rauch zeitweilig vertrieben hat. Die Waben werden
entdeckelt
und die Rahmen mit den Waben in eine Schleuder mit hoher Umdrehungszahl gestellt. Die Fliehkraft entzieht den Waben den Honig, der sich an den Wänden der Schleuder absetzt. Er läuft nach unten ab, wird über einen Hahn entnommen und gefiltert.
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Ist der Honig zu zähflüssig, wie dies bei Heidehonig der Fall sein kann, benutzt der Imker ein Gerät mit vielen feinen Nadeln, die den Honig flüssiger machen. Den frisch
geschleuderten
Honig lässt man dann in einem Tank dekantieren: Wachsreste steigen an die
Oberfläche
und lassen sich leicht entfernen.
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Aus
Hygienegründen
sind alle Gefäße aus Edelstahl. Zum Schluss wird der Honig in Gläser oder Fässer abgefüllt, je nachdem ob er für den Einzelhandel oder Großverbraucher bestimmt ist.Verwendung von Honig und anderen Produkten aus dem Bienenvolk.
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